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Berufsbild
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Die atempädagogische/-therapeutische Arbeit besteht aus zwei
Grundgebieten:
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den Atemeinzelbehandlungen und
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der Arbeit am Atem in Gruppen
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Während einer Einzelsitzung
behandelt die Atempädagogin/-therapeutin den bekleidet auf einem
Bett liegenden Klienten, indem sie den Atem des Klienten erspürt und
mittels Dehnung und Druck dessen Atembewegung fördert und entfaltet.
Der Klient seinerseits sammelt sich zu den behandelnden Händen.
Durch seine gesammelte Anwesenheit steigert er die Wahrnehmung
seiner Empfindungen und beeinflusst damit seine Atemqualität und
Atemkraft in positiver Weise. In den Gruppenstunden unterrichtet die
Atempädagogin/-therapeutin die Teilnehmer in Atem und Bewegung. Sie
lehrt die Atemschüler Atem- oder Vokalübungsweisen im Sitzen, Stehen
oder Liegen, welche die Beweglichkeit und Durchlässigkeit des
Körpers fördern und in der Folge die Atemräume vergrössern und die
Atemkraft optimieren. Auch in dieser Arbeit mit dem Atem ist der
Schüler gesammelt und achtsam bei sich selbst und seinem Atem. In
der Folge lernt er sich in seinen Tiefen zu erkennen und zu
erweitern.
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Die Ausbildung zur Atempädagogin und zur Atemtherapeutin
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Die Ausbildung zur Atempädagogin/-therapeutin beinhaltet eine erweiterte persönliche, menschliche Reife und Kompetenz. Die Seminaristin erwirbt die berufliche Fähigkeit Menschen selbständig und einzeln zu behandeln, sowie in Gruppen zu unterrichten und zu führen. Das Lernen geschieht durch die eigene Erfahrung und das Sicheinlassen auf den Selbsterfahrungsprozess, während welchem auch die Empfindungsfähigkeit und das Atembewusstsein geschult wird. Ausserdem erwirbt sich eine Atempädagogin/-therapeutin fundierte Kenntnisse in:
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allgemeiner und funktioneller Anatomie, Physiologie, Pathologie
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alle notwendigen psychologischen Grundlagen und Kenntnisse
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die Fähigkeit, verschiedene Atemmuster zu erkennen und zu behandeln
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Berufsethik
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Psychosomatik, Basisausbildung
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Berufsausübung
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Die Arbeit mit dem Erfahrbaren Atem ist eine eigenständige Lehre,
die sowohl mit dem pädagogischen wie dem therapeutischen Bereich
Berührungspunkte hat und in Verbindung tritt. Sie berührt ebenso
die psychologischen wie die anatomischen Gegebenheiten. Sie findet
ihre ergänzende Anwendung bei medizinischen, psychologischen und
körperorientierten Therapien.
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Eine Atempädagogin/-therapeutin arbeitet in der eigenen Praxis.
Sie/er arbeitet mit Menschen, die emotionales und physisches
Wohlbefinden, Gelassenheit und Ausgeglichenheit suchen, oder ihre
Lebenssituation besser erkennen und verändern wollen. Sie/er
arbeitet mit Menschen, die bereit sind, für ihr körperliches,
psychisches und geistiges Wohlbefinden die eigene Verantwortung zu
übernehmen.
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Bewährt hat sich eine Zusammenarbeit mit Institutionen, Aerzten und
Psychotherapeuten, oftmals als Teilzeitangestellte/r oder
stundenweise als DozentIn. Spezialgebiete mit entsprechender
Weiterbildung in der Atemarbeit eröffnen sich in der
Geburtsvorbereitung, in der Arbeit mit Kindern, mit Senioren, in der
Stimm-, Theater- und Atempädagogik, in der psychotherapeutischen
Richtung, im gesamten Gesundheitsbereich, in der Prophylaxe und in
der Rehabilitation. Die Bekanntheit und Anerkennung des Erfahrbaren
Atems ist stetig im Steigen begriffen.
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Berufsanerkennung
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Massgebend ist das Ausbildungs- und Prüfungsreglement des SBAM
(Schweizer Berufsverband für Atemtherapie und Atempädagogik
Middendorf). Das Diplom des Instituts wird vom Berufsverband
gegengezeichnet und erlaubt die Zusammenarbeit mit den
Krankenkassen.
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